Die Evangelische Kirche feiert wieder Gottesdienst!

Nach einer sehr schmerzlichen Pause von mehr als sechs Wochen, auch über Karfreitag und Ostern, darf nun in unseren Kirchen wieder Gottesdienst gefeiert werden. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit gehen wir sehr verantwortungsvoll und vorsichtig und hoch engagiert um.

Und Gottesdienst feiern, das tun wir als Kirchengemeinden seit Sonntag, den 10.05. an den meisten Orten. Ausgehend von einem Mindestabstand von zwei Metern um einen Sitzplatz in der Kirche wird eine Personenhöchstzahl festgesetzt. Die belegbaren Sitzplätze sind z.B. durch Blätter mit Sitzplatznummern gekennzeichnet.

Der Einlass ist wie folgt organisiert: Es begrüßen Sie Kirchengemeinderätinnen und -räte und/oder weitere Mitarbeitende als Ordner am Eingang, es erfolgt die Zuweisung der Plätze. Der Ausgang ist wie folgt organisiert: Reihenweises Verlassen der Kirche auf Anweisung durch die gottesdienstleitende Pfarrperson. Desinfektionsmittel stehen bereit und zwar jeweils am Eingang der Kirchen. Türen, Bänke, Stühle und andere Kontaktflächen werden vor Beginn des Gottesdienstes und danach gründlich gereinigt. Die Empore ist gesperrt – es sei denn, das geschäftsführende Dekanatamt erteilt eine Ausnahmegenehmigung.

Es wird empfohlen, Schutzmasken zu tragen. Gerne bringen Sie Ihre Schutzmasken mit – auch werden welche am Eingang zur Verfügung gestellt.

Leider ist bisher ein gemeinsames Singen im Gottesdienst nicht erlaubt. Sie bekommen die Musik geboten – Sänger (bis zu vier) musizieren vom Chorraum der Kirchen aus. Wir hoffen darauf, dass sich das zeitnah ändert und wir wieder gemeinsam singen dürfen – und auch die Bläsermusik wieder Einzug in unsere Gottesdienste hält.

Wir freuen uns sehr, Sie zu Gottesdiensten in besonderen Zeiten und unter besonderen Bedingungen wieder begrüßen zu können. Erkundigen Sie sich vor Ort.

Digitalkonzept des Kirchenbezirks

Schon seit Mitte März sind wir mit ganz verschiedenen Angeboten und Versuchen unterwegs, um Kirche digital in der Region zu repräsentieren und das Evangelium zu den Menschen zu bringen, mit Gottesdiensten, Andachten, Features, Youtubekanal des Kirchenbezirks, Newsletter, und vielem mehr …

Durch die vorsichtige Öffnung im Blick auf Gottesdienste werden wir unsere ersten Angebote mittelfristig erneuern. Wir werden uns nicht in gleicher Weise auf Gottesdienste und Andachten vorrangig konzentrieren, sondern in einer Task-Force des Kirchenbezirks unter der Leitung von Schuldekan Thorsten Trautwein nun ein digitales Konzept erarbeiten, wie unser Kirchenbezirk diese Anstrengungen weiter unterstützen, bündeln, schulen, erweitern, vertiefen kann und gleichzeitig das weite Feld der Digitalisierung in unserer Landeskirche aufgenommen werden kann. Ein erster Treff dieser Gruppe hat in dieser Woche stattgefunden.Die Ev. Kirchenbezirk Calw-Nagold hat für Sie einen eigenen Youtube-Kanal eingerichtet, auf dem wir immer wieder Angebote für Sie hochladen: Gottesdienste und mehr. Einen extra für Sie als Service angebotenen Gottesdienst des Kirchenbezirks haben wir am 10.05. letztmals aufgelegt. Denn die Gemeinden vor Ort bieten selbst inzwischen manches Digitale – und die Präsenzgottesdienste haben wieder begonnen.Gleichzeitig probieren wir vieles aus. Der Sonntagsgottesdienst am 10. Mai wurde da und dort schon gestreamt – und so soll es in Zukunft auch gehen. Die entsprechende Technik wird nach und nach in manchen Kirchengemeinden erweitert – in anderen steht sie schon zur Verfügung.Und täglich sind für Sie Andachten auf dem Youtubekanal des Kirchenbezirks verfügbar – und manche weiteren Formate wie eine Sendereihe über »Nachhaltigkeit« und Bewahrung der Schöpfung. An weiteren Angeboten arbeiten wir, die die vielfältigen Formate der Kirchengemeinden unterstützen und ergänzen.Gemeindehäuser – vorsichtige Öffnung nach und nach

Die Verantwortung der Gestaltung hierfür liegt beim Kirchengemeinderat, bzw. beim örtlich zuständigen Gremium der Kirchengemeinde. Nach der Übereinkunft von Bund und Ländern vom 6. Mai 2020 wird es künftig in die Verantwortung der örtlichen Behörden fallen, auf das Infektionsgeschehen vor Ort zu reagieren. Wir bitten daher darum, die Vorgehensweise auf die örtlichen Vorgaben hin anzupassen.

Gottesdienste können unter Einhaltung der dafür bereits veröffentlichten Regelungen auch wieder in Gemeindehäusern und Gemeindezentren gefeiert werden.

Veranstaltungen mit mehr als fünf Personen sind ansonsten bis zum 5. Juni 2020 behördlich weiterhin untersagt. Nach einer am 11. Mai 2020 erhaltenen Mitteilung der Landesregierung sind aber Präsenzsitzungen der Organe der kirchlichen Körperschaften (Kirchenbezirksausschüsse, Kirchengemeinderäte und ihrer Ausschüsse etc., im Grundsatz auch Bezirkssynoden, wenn die Bedingungen geschaffen werden könnten), wie auch Zusammenkünfte der Mitarbeitervertretungen unter Einhaltung der behördlichen Vorgaben und Abstandsflächen zur Aufrechterhaltung des Arbeits- und Dienstbetriebs wieder möglich. Im Einzelfall kann zunächst natürlich auch noch auf die Möglichkeiten der audiovisuellen Sitzungen zurückgegriffen werden.Digitales Gemeindemanagement

Lange ersehnt und erwartet – nun ist es so weit: das digitale Gemeindemanagement, das die Möglichkeiten von „PC im Pfarramt“ ergänzt und für die Gemeinden digitales gemeinsames Arbeiten auf eine neue Ebene stellen kann, wird jetzt kommen. Es ermöglicht gemeinsame „sichere“ Emailkommunikation, lässt miteinander auf einer Plattform Ehrenamtliche und Hauptamtliche kommunizieren und Termine planen und verwalten. Und außerdem können darüber gemeinsam Projekte wie Gottesdienste etc. geplant und abgesprochen werden. Außerdem stellt das Gemeindemanagement noch einige „Tools“ extra zur Verfügung, die sehr hilfreich sind für die Verwaltung und Gestaltung des kirchlichen Gemeindelebens. Das Digitale Gemeindemanagement ist vor knapp zwei Wochen in die dritte und somit letzte Pilotphase gestartet. Aktuelle Informationen zum Projekt finden Sie auf www.elk-wue.de unter Projekte. 

Im Juni soll das Digitale Gemeindemanagement für die ganze Landeskirche geöffnet werden.

Weiteres

Weiter vorgesehen sind Lockerungen beim Einsatz von Blasinstrumenten bei Gottesdiensten im Freien – Bläsergruppen können hier musizieren (bis zu 15 Personen mit entsprechendem Abstand). Aufgehoben werden die Regelungen zu selbstständigen Taufgottesdiensten, zu Trauungen, zu Konfirmationen und Jubiläumskonfirmationen, zu Ordinationen und Investituren. Das bedeutet, dass diese (nach Maßgabe der sonst derzeit geltenden strengen Gottesdienstregeln) prinzipiell wieder stattfinden können. Näheres wird dann jeweils vor Ort sinnvollerweise besprochen und vereinbart. Und auf die Empfehlungen der EKD, Konfirmationen zu verschieben, wird dennoch weiter verwiesen.